Schick sie fort, denn sie schreit hinter uns her!

Leserbrief zu einem Artikel von Heinz Josef Fabry

Im „Pastoralblatt für die Diözesen Aachen, Berlin, Hildesheim, Köln und Osnabrück“ (8/2020) veröffentlichte der emeritierte Bonner Professor für die Einleitung in das Alte Testament und die Geschichte Israels, Heinz Josef Fabry, den Artikel „Schick sie fort, denn sie schreit hinter uns her! – Predigt zu Mt 15,21-28“. Darin erzählte er von seiner Diskussion mit einem deutschen Bischof bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken mit einem guten Stück Erdbeertorte. Im Gespräch ging es um die allgegenwärtige Kritik an der Reformunwilligkeit oder -unfähigkeit der Kirche, und der Bischof rief aus: „Sollen doch alle, die in unerträglicher Weise an unserer Kirche herumnörgeln, sollen sie doch gehen! Bei den Protestanten finden sie alles das, was sie suchen!“ Diese Anekdote ist der Aufhänger für seine Predigt über das Evangelium von der Begegnung Jesu mit der lautstarken kanaanäischen Frau. Fabry führt aus, dass im Evangelium eine „lernende Kirche“ sichtbar wird, an deren Anfang ein „lernender Jesus“ steht, der seine frohe Botschaft über die Grenzen des auserwählten Volkes hinaus auch den Heiden verkündet: „Wie groß waren … einst die Geburtsschmerzen der Kirche, wie schwerwiegend waren die Entscheidungen, auch über die Grenzen des Gewohnten hinaus neue Seelen zu gewinnen! Selbst Jesus musste das lernen und er hat es gelernt – von einer Frau! Zu dieser Dynamik des Lernens müssen wir wieder zurück!“
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