„Wie schaffst du es, mit diesem Papst zu leben?“

Artikel für das PUR-magazin (2017)

Vor einigen Wochen erreichte mich die Mail eines Mitbruders mit der verzweifelten Frage: „Wie schaffst Du es, mit diesem Papst zu leben?“ – Eine Stimme von vielen, die belegt: Frustration breitet sich aus über diesen argentinischen Papst, der das genaue Gegenteil seines Vorgängers Benedikt zu sein scheint. Wie war das mit dem nachsynodalen Schreiben „Amoris laetitia“? Hat dort der Papst nicht in Fußnote 351 erklärt, wiederverheiratete Geschiedene könnten „in gewissen Fällen“ die „Hilfe der Sakramente“ in Anspruch nehmen? Bewegt sich der Heilige Vater noch auf katholischem Boden? Und als sich die Kardinäle Walter Brandmüller, Raymond Burke, Carlo Caffarra und Joachim Meisner im September letzten Jahres schriftlich an den Papst wandten und um eine Klärung zur Auslegung des päpstlichen Schreibens baten, stießen sie nicht bis heute auf eisiges Schweigen? Ist es dringend notwendig, dass der erste Mann der Kirche ein öffentliches katholisches Glaubensbekenntnis ablegen sollte, um die herrschende Kirchenkrise zu überwinden? So jedenfalls die Forderung des Vertrauten Benedikts XVI. und ehemaligen Konsultors der Glaubenskongregation Don Nicola Bux in einem Interview vom 23. Juni 2017. Was ist von diesem Papst zu halten, der sich im blauen Golf chauffieren lässt, die Monsignore-Titel abgeschafft hat und jetzt auch noch Kardinal Gerhard Müller als obersten Glaubenswächter ablöste?
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